Thomas Hörter: Niedrigschwellige Drogenhilfe zwischen Akzeptanz, Pathologisierung und Mündigkeit

hoerter

106 Seiten, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-943059-02-1 ● 14,80 Euro

Die vorliegende Arbeit zeichnet zunächst die Geschichte der Drogenhilfe in Deutschland seit dem beginnenden 20. Jahrhundert nach. Diese Historiographie wird sozialwissenschaftlich mit den jeweiligen Gesetzesänderungen und der sozialpädagogischen Praxis verbunden und mit den sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen begründet. Dabei wird sowohl die Verschärfung der sozialen Lage als auch die Bedeutung jugendlicher Protestbewegungen in die Analyse mit einbezogen.

Im zweiten Teil wird ein systematischer Überblick über theoretische Kategorien und Begriffe, die für die pädagogische Arbeit in der Drogenhilfe von zentraler Bedeutung sind, gegeben. Die Klärung dieser Begriffe ist begleitet von einem kritischen Blick auf die Problematik von Definitionen und der wirkungsgeschichtlichen Veränderung von Begriffen unter veränderten Bedingungen.

Im dritten Teil wird das eigentliche Anliegen des Autors deutlich: Emanzipation und Mündigkeit. Dabei wird die Schwierigkeit herausgestellt, dass Drogen – obwohl sie es suggerieren – gerade keine Autonomie, keine Mündigkeit, keine Emanzipation bewirken.


Über den Autor:

Thomas Hörter, geboren am  28. September 1983 in Darmstadt; Abitur im Juni 2003 am Ludwig-Georgs-Gymnasium in Darmstadt; nach dem Zivildienst ab dem Wintersemester 2004 Studium der Sozialwissenschaften an der Universität Mannheim; zum Wintersemester 2005 Wechsel an die Universität Frankfurt am Main, Studiengang Pädagogik; Abgabe der Diplomarbeit am 6. Juli 2010; am selben Tag tödlich verunglückt.

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